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Ablaßbilder 2010

Slideshow

Wohnt in Thamsbrück der Nikolaus?
 Die Thamsbrücker haben seit vielen Generationen den Beinamen „Nikoläuser. Was hat der Nikolaus mit Thamsbrück zu tun und woher kommt der Name „Thamsbrücker Nikoläuse“?

Die Bedeutung des „heiligen Nikolaus“, der 300 nach Christi Bischof in Kleinasien (jetzt Türkei) war und sich vor allen Dingen für die Armen und Schwachen eingesetzt hat, dürfte Veranlassung für den Namen „Thamsbrücker Nikoläuser“ gewesen sein.

In einer nicht mehr vorhandenen Kapelle stand eine Statue des Heilingen Nikolaus.

Die älteren Thamsbrücker erinnern sich noch gern an das lebhafte Nikolaustreiben in ihrer Jugendzeit. Nach Schulschluß bevölkerten alle Kinder, als Nikoläuse verkleidet, die Straßen des Städtchens. Sie zogen zu den Geschäftsleuten, sagten ihre Gedichte und Sprüche auf und bekamen dafür Pfefferkuchen. Am Abend traten die jüngeren Burschen in Aktion.

Manche Eltern bestellten für ihre Kinder den Nikolaus, um Lob und Tadel an die Kinder auszusprechen. Oft drohten sie, spezielle kleine Sünder in den großen mitgeführten Sack zu stecken. Es gab auch Äpfel, Nüsse und Pfefferkuchen, wenn ein Nikolausgedicht gesprochen wurde.

Seit einigen Jahren ziehen am 6. Dezember die Kinder mit Laternen zum Schloßturm.

Sie rufen mit lauter Stimme den Nikolaus und seine Helfer aus dem Turm. Mit Gedichten, Liedern und Reigen wird der „Alte“ wohlgestimmt und jedes Kind bis 10 Jahren wird mit Süßigkeiten und weiteren kleinen Geschenken bedacht.
Also tragen die Thamsbrücker ihren Namen „Nikoläuser“ und der Nikolaus kommt eben aus dem „Schloßturm“, den man seit einigen Jahren auch als „Nikolausturm“ bezeichnet.